? Rajasthan: Nackedei-Opa und tote Fische | Weltreiseblog

Rajasthan: Nackedei-Opa und tote Fische

Rajasthan: Nackedei-Opa und tote Fische

Wir wollen euch nicht mit Texten bombardieren, deshalb werden wir jede Stadt mit einigen, wenigen Saetzen beschreiben!

Jaipur:
Diese Stadt war fuer uns eher unspaektakulaer. Es gab nicht viele Sehenswuerdigkeiten die es wert waren anzugucken, und so haben wir uns einen, man glaubt es kaum, netten Rikshaw Fahrer ausgesucht der uns den ganzen Tag mit seinem ‘Ferrari’ durch die Stadt gefahren hat. Er selbst nannte sich John Travolta, sah diesem bis auf den Kopf und den Koerper auch sehr aehnlich. Die meiste Zeit waren wir an einem Tempel wo es 2000 Affen gibt. Ok, wir haben nur ca 50 gesehen, aber bei 35 Grad verstecken die sich auch gerne in den Baeumen. Auch toll, wenn man diese fotografieren will, die Einheimischen das sehen und diese dann verscheuchen. Noch komischer das die danach Geld dafuer haben wollen.

Ajmer+Pushkar:
Die Fahrt von Jodhpur nach Ajmer sollte 4 Stunden dauern…jajajajajajajajaaaa…natuerlich kamen wir nach 7 Stunden an und es war dunkel. Das familiengefuehrte Hotel war so geht so und wir begutachteten das Loch das uns angeboten wurde mit dem gruen-gelblichen Muff-Teppich. Gerade wollten wir das Badezimmer inspizieren als uns ein frisch geduschter Nackedei-Opi entgegenspazierte.
_mg_1549.jpg Das Zimmer nehmen wir! :-)
Koestlich war allerdings das Essen dort, wir probierten uns durch die vegetarische indische Kueche und hielten nette Plaudereien mit dem ganz entzueckenden Inhaber und seiner Familie.
Der naechste Tag wurde Pushkar gewidmet, einer religioesen Stadt am See. Pushkar laedt zum shoppen ein und das taten wir auch den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang, den wir leider nur halbherzig geniessen konnten, weil uns so ein komischer Geruch etwas ablenkte:
20.000 tote Fische im See! Boah! Ein Gestank der den Magen zum ueberlaufen bringt…

Jodhpur:
_mg_1183_2.jpg In Jodhpur war eigentlich unsere Herberge (Singvhis Haveli) das Highlight! Wir verbrachten dort die meiste Zeit und tranken reichlich Ginger-Lemon-Honey Tee mit Anna und Johann. Fuehlt euch an dieser Stelle gegruesst und Danke fuer den leckeren Tee-Tipp! Ganz grossartig war auch das Meherangarh Fort den wir samt Audio-Guide besucht haben. Es hat Spass gemacht der deutschen Uebersetzung zu lauschen.

Agra:
_mg_1997.jpg Agra = Taj Mahal. Also nur 1 Uebernachtung, das Ding angucken und weiter. Anfangs wollten wir das boykotieren und daran vorbeifahren, aber wenn Leute sagen, dass sie davorstanden und angefangen haben zu weinen, dann kann man sich wenigstens die Leute angucken. Der Eintritt fuer Inder betraegt 20 Rupien. Fuer foreign visitors 750. Das ist das 37fache. Die Stadt war scheisse, der Taj Mahal aber ein sehr gelungenes Bauwerk. Koennte man in Hamburg anstelle des Kohlekraftwerkes bauen. Hier haben wir auch noch 3 Inder kennengelernt, die uns zum Essen eingeladen haben, Fotos mit uns gemacht haben und wirklich interessiert an uns (nicht unser Geld) waren. Uns kam es so vor als waere es einer der schoensten Tage in deren Leben gewesen. Mit was fuer kleinen Sachen man Leute gluecklich machen kann ist manchmal echt erstaunlich. Vielleicht hoeren wir ja nochmal was von denen.

Kurze Nebeninfo: Wenn man im Bahnhof ein Zugticket kauft, dann gibt es eine Schlange fuer ‘Foreigners, Doctors, Journalist and FREEDOM FIGHTERS’. Ich habe mir dann immer vorgestellt wie Ghandi hinter mir in der Schlange steht und sich beschwert, dass es so lange dauert. Ist aber nicht oft vorgekommen.

Delhi:
Delhi stinkt. Aehnlich wie Mumbai braucht man hier keine Sonnencreme, da der Smog einen dauerhaften Nebelschleier ueber der Stadt haelt. Die Taxifahrer sind hier am aggresievsten. Hier ist mir zum ersten Mal ein Schimpfwort ueber die Lippen gerutscht. Sollte nicht passieren, ist es aber. Scheint die aber komplett kalt zu lassen. Das Hotel war schlimmer als irgendwo anders in Indien. Die ersten Zimmer haetten in der versifftesten Kneipe auf dem Kiez sein koennen. Ein Zimmer war nicht ganz so schlimm, dafuer aber teuer. Am naechsten Morgen dann Fruehstueck im gleichen Hotel. Hat eigentlich geschmeckt und ging nur einmal wegen einem Haar zurueck. Eine halbe Stunde spaeter sass ich dann auf dem Klo. 15 Minuten spaeter in einer 180 Grad Drehung mit dem Kopf in der Schuessel. Das ging dann solange bis ich ins Krankenhaus gefahren bin. Der Hotellbesitzer sagte das der Doc im Urlaub sei. Er bestellte uns ein Taxi nachdem wir nachfragten (wahrescheinlich sein Bruder oder Cosin). Natuerlich ueberteuert, da wir es ja eilig hatten. Schade, dass ich in der halben Stunde nicht kotzen musste, ich haette gerne mal mit einem kraeftigen Oralseufzer meine Meinung zu der Situation in seinem Taxi bekundet. Naja, wir wollten uns kurz fassen, also im Endeffekt waren dann halt 3 Tage Krankenhaus am Tropf drin. Fuers richtige Geld bekommt man auch gute medizinische Hilfe und ein einigermassen orgdentliches Zimmer. Sandy hat alles von extern organised, was in Indien echt eine Kunst ist, und wir haben die komplette Stadt nicht gesehen. Macht nix, jetzt ist erst einmal genug Indien! Thailand ruft. Flug neu buchen, nochmal vom letzten Taxifahrer bescheissen lassen und los gehts :)

Wir haben uebrigens jede Menge Bilder hochgeladen bzw. neue hinzugefuegt. Sogar Goa wurde nochmal aktualisiert. Einfach mal reinschauen.

3 Responses to “Rajasthan: Nackedei-Opa und tote Fische”

  1. Autsch Klaas, krank in Indien. Ich könnte mir schöneres vorstellen… aber hast es ja überlebt ;)

    Viele neue (und saubere) Eindrücke in Thailand und bleibt fit

  2. Hallo auch nochmal,
    ich find das echt mal richitg derbe, wie ihr die seite mit berichten und fotos füttert!
    wollt das nur mal loswerden.
    Rockt weiter die weltgeschichte!
    Beste grüße!
    Thomas

  3. werden weiterrocken :)
    Bilder und Berichte kommen demnaechst wenn wieder besseres Internet vorhanden ist. Hier schon mal eins: http://www.intotheworld.de/wp-content/uploads/2008/10/IMGP0963_edit.jpg

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